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Indonesien - Länderprofil & UNESCO-Welterbe - Republik Indonesien

World Heritage in Indonesien (Wordle)

Länderprofil Indonesien

Die Republik Indonesien ist der größte Inselstaat der Welt und gemessen an der Einwohnerzahl auch das viertgrößte Land der Erde. Ausgerufen wurde der Staat bereits 1945 aber erst 1949 erfolgte die Unabhängigkeit von den Niederlanden. Der Name Indonesien kommt aus dem Griechischen. Er setzt sich aus den zwei Wörtern Indo (= Indien) und Nesos (= Insel) zusammen.

Die Landesfläche verteilt sich auf 17508 Inseln. Davon sind allerdings nur 6.044 bewohnt. Die meisten Einwohner konzentrieren sich auf den Hauptinseln Sumatra, Java, Borneo, Sulawesi und Neuguinea.
Nachbarländer im weitesten Sinne sind Malaysia, Singapur, die Philippinen und Palau im Norden, Papua-Neuguinea und Osttimor im Osten sowie Australien im Süden.

Das indonesische Inselreich, das sich zwischen Pazifik und dem Indischen Ozean erstreckt, durchziehen eine großen Anzahl von Meerengen, Nebenmeeren und Seebecken wie z. B. die Straße von Malakka, die Andamanensee oder das Südchinesische Meer. Zu Indonesien gehören die Großen und Kleinen Sunda-Inseln sowie die Molukken. Auch die Westhälfte Neuguineas ist indonesisches Staatsgebiet. Das Land liegt damit nicht nur in Asien sondern erstreckt sich auch über Teile Ozeaniens.

Republik Indonesia

Republik Indonesien

Flagge Indonesiens
Wappen Indonesiens
Flagge Wappen
Amtssprache Indonesisch
Hauptstadt Jakarta
Staatsform Präsidialrepublik
Staatsoberhaupt und Regierungschef Präsident
Fläche 1.904.569 km²
Einwohnerzahl 237.556.363
Bevölkerungsdichte 125,96 Einwohner pro km²
Währung Rupiah
Unabhängigkeit von den Niederlanden am 17. August 1945
anerkannt am 27. Dezember 1949
Nationalhymne Indonesia Raya
Zeitzone UTC+7 (Jakarta: WIT West Indonesian Time); UTC+8 und UTC+9
Kfz-Kennzeichen RI
Internet-TLD .id
Telefonvorwahl +62

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Da Indonesien beiderseits des Äquators liegt, ist das Klima tropisch. Dies begünstigte die Entwicklung einer üppigen Flora und Fauna. So finden sich asiatische Säugetiere wie Elefanten, Tiger, Tapire und Orang Utans. Indonesien ist aber unter Tauchern ebenso für das Korallendreieck zwischen Malaysia, Osttimor, den Philippinen, Papua-Neuguinea und den Salomonen bekannt. Hier findet man 75 Prozent aller bekannten Korallenarten, mehr als 3000 Fischarten, Schildkröten aber auch Delfine, Wale, große Haie und Rochen. Es hat damit eine noch größere Biodiversität als das bekannte Great Barrier Reef.

Ursprünglich stammte die indonesische Bevölkerung von austronesischen Völkern ab, die in mehreren Einwanderungswellen das Land besiedelten. Bereits vor 1,8 Millionen Jahren war die Region besiedelt, wie der Fund des sogenannten Java-Menschen bestätigt.
Im ersten Jahrtausend n. Chr. gewannen Buddhismus und Hinduismus immer mehr an Einfluss. Die beiden Glaubensvorstellungen verschmolzen mit den Mythen und Riten der ursprünglichen Bauernkultur. Im Laufe der Jahrhunderte entstanden mehrere Handelsreiche. Die Lage entlang der Seehandelsroute von China nach Indien ließ den Handel aufblühen.

Ab dem 15. Jahrhundert brachten arabische Händler den Islam nach Indonesien. Er verdrängt den Hinduismus und Buddhismus. Die beiden Glaubensrichtungen überlebten bis heute allerdings auf den Inseln Bali und Lombok, wo eine eigene, hinduistisch geprägte Mischkultur entstand.
Ursprünglich um 1500 von den Portugiesen entdeckt, war Indonesien lange Zeit unter dem Namen Niederländische-Antillen (1600-1942) bekannt. Die Unabhängigkeit erlangte das Land nach Ende des Zweiten Weltkrieges und nach der Besetzung durch Japan.
In den Aufmerksamkeitsfokus der Weltöffentlichkeit gerät das Land immer wieder durch Naturkatastrophen: Tsunami, Erdbeben oder Vulkanausbrüche suchten Indonesien in den letzten Jahren heim.

Indonesien bekennt sich zur Marktwirtschaft, allerdings sind viele Großbetriebe in Staatsbesitz. Die Wirtschaft des Landes wurde durch die Asienkrise in den 1990er Jahren stark erschüttert. Wichtige Exportgüter sind Gold, Kupfer, Kohle und Holz. Um den Weltmarkt mit Palmöl zu versorgen, wird mehr und mehr Regenwald zerstört und die Böden ausgebeutet. Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig. Allein die Touristeninsel Bali wird jedes Jahr von ca. 4 Millionen Urlaubern aus Australien, den USA und Europa besucht.

 

UNESCO-Welterbe in Indonesien

  • UNESCO-Weltkultuerbe

    • Buddhistische Tempelanlagen von Borobudur
    • Hindutempel von Prambanan
    • Kulturlandschaft auf Bali: das Subak-System als Manifestation der Tri Hita Karana-Philosophie
    • Paläontologische Stätte Sangiran
    • Tropische Regenwälder auf Sumatra: Nationalpark Gunung Leuser, Nationalpark Kerinchi-Seblat und Nationalpark Barisan Selatan
  • UNESCO-Weltnaturerbe

    • Nationalpark Komodo
    • Nationalpark Lorentz
    • Nationalpark Ujung Kulon auf Java mit dem Vulkan Anak Krakatau
  • UNESCO-Biosphärenreservate

    • Cibodas
    • Gunung Leuser
    • Kiam Siak Kecil - Bukit Batu
    • Komodo
    • Lore Lindu
    • Siberut
    • Tanjung Puting
  • Immaterielles Welterbe

    • Angklung
    • Batik
    • Das Marionettentheater Wayang (musikalisch begleitetes Puppenspiel)
    • Kris-Dolch (asymmetrische Waffe mit spiritueller Bedeutung)
  • UNESCO-Weltdokumentenerbe

    • Archive der Niederländischen Ostindienkompagnie, Den Haag; Chennai; Colombo, Jakarta, Kapstadt - zusammen mit Niederlande, Indien, Sri Lanka, Südafrika
    • La Galigo, in der Universitätsbibliothek Leiden aufbewahrt

 

Beiträge auf H[AGE] zu Indonesien

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Aktualisiert ( Mittwoch, 04. Juli 2012 um 10:28 Uhr )
 

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