Zufallskarte

Iglu
Image Detail
Valid XHTML 1.0 Strict CSS ist valide!

Dschibuti - Länderprofil & UNESCO-Welterbe - Republik Dschibuti (Djibouti)

World Heritage in Djibouti (Wordle)

Länderprofil Dschibuti

Dschibuti ist eine ostafrikanische Republik an der Meerenge Bab el Mandeb (zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Aden). Die Nachbarländer sind Eritrea im Norden, Äthiopien im Westen, das international strittige Somaliland sowie Somalia im Süden. Der Jemen ist ein Nachbarland im weiteren Sinne, denn er liegt nur wenige Kilometer entfernt auf der anderen Seite des Roten Meeres.

Die Landschaft Dschibutis wird von Wüsten geprägt. Tief in das Land hinein reicht die Bucht von Tadjoura. In früheren Zeiten lag Dschibuti unterhalb des Meeresspiegels. Die Küste gilt als Taucherparadies. Die vorgelagerten Inseln, Korallenriffe und Unterwasservulkane locken unter Wasser mit einem reichen Tierleben.

Das Land wird sehr stark von vulkanischer Aktivität geprägt. So entstand der Vulkan Ardoukôba erst 1978. Dschibutis Landschaft besteht größtenteils aus dem riesigen Senkungsfeld der ariden Afar-Ebene. Diese liegt oftmals weit unter dem Niveau des Meeresspiegels. Die Danakil-Berge im Norden des Staatsterritoriums bestehen aus kristallinen Massengesteinen und jüngeren Basaltdecken.
In Dschibuti fällt nur wenig Regen. So ist es nicht verwunderlich, dass Dornbuschsavannen sowie Halb- und Vollwüsten das Landschaftsbild bestimmen. Lediglich in Höhen über 1200 m findet man einige Akazien, Thujen, Wacholdersträucher, wilde Feigen und Ölbäume. Allerdings konnten sich an einigen Stelle viele in anderen Teilen Afrikas verschwundene Pflanzenarten erhalten. Vor allem Gazellen, Antilopen, Zebras, Hyänen und Schakale konnten sich an die harten Umweltbedingungen anpassen und finden ein Auskommen. Am Abbe-See im Südwesten gibt es große Schwärme von Ibissen, Pelikanen und Flamingos.

جمهورية جيبوتي

Dschumhūriyyat Dschībūtī (arabisch)
République de Djibouti (französisch)
Republik Dschibuti

Flagge Dschibutis
Wappen Dschibutis
Flagge Wappen
Wahlspruch Unité, Égalité, Paix
(französisch für „Einigkeit, Gleichheit, Frieden“)
Amtssprache Arabisch und Französisch
Hauptstadt Dschibuti
Staatsform Präsidialrepublik
Regierungsform Präsidentielles Mehrparteiensystem
Staatsoberhaupt
Regierungschef
Fläche 23.200 km²
Einwohnerzahl 516.055 
Bevölkerungsdichte 34 Einwohner pro km²
Währung 1 Dschibuti-Franc = 100 Centimes
Unabhängigkeit 27. Juni 1977 (von Frankreich)
Nationalhymne Djibouti
Nationalfeiertag 27. Juni
Zeitzone UTC+3
Kfz-Kennzeichen DJI
Internet-TLD .dj
Telefonvorwahl +253

Djibouti in its region.svg

Dschibuti-map.png

Topografie Dschibutis

Ähnlich wie das Nachbarland Somalia hatten zwischen dem 7. und 10. Jahrhundert arabische Sultane das Sagen. Die nomadischen Hirten wurden in dieser Zeit islamisiert. Dschibuti weckte aus strategischen Gründen das Interesse der Kolonialmächte. Mit dem Bau des Suezkanals erwarb Frankreich das Küstenland sowie das Gebiet von Obock. Man wollte so dem britischen Militärhafen in Aden (Jemen) Paroli bieten. 1896 wurde das Land zur französischen Kolonie und erhielt den Namen Französische Somaliküste. 1917 erlangte Dschibuti wirtschaftliche Bedeutung, da die 781 km lange Bahnlinie nach Addis Abeba in Äthiopien fertig gestellt wurde. Damit war Dschibuti der wichtigste Ausfuhrhafen für das Nachbarland. Sehr spät, nämlich erst zwischen erstem und zweiten Weltkrieg, wurde überhaupt das Landesinnere erschlossen.

Nach Kriegsende erfolgte 1946 die Umwandlung der einstigen Kolonie in ein französisches Überseeterritorium. Zehn Jahre später sprach Frankreich dem Land begrenzte Autonomie zu. Es kam zur Bildung eines eigenen Kabinetts und Territorialparlaments. Während die Bevölkerungsgruppe der Afar sich mit diesem Status arrangieren konnten, wollte die Bevölkerungsgruppe der Issa die Unabhängigkeit Dschibutis sowie den Anschluss an ein Groß-Somalia. In einem 1958 abgehaltenen Referendum sprach sich eine Mehrheit für den Verbleib in Frankreich aus. Ein weiterer Volksentscheid 1967 verhinderte nicht, dass es zu Spannungen zwischen Dschibuti und Äthiopien  und Somalia kam.
Nach wiederholten Unruhen willigte Frankreich schließlich in die Selbstverwaltung ein. Die endgültige Unabhängigkeit erhielt Dschibuti jedoch erst 1977.

Innenpolitisch kam das Land lange Zeit nicht wirklich zur Ruhe und befand sich zeitwiese im Zustand des Bürgerkrieges. Auch außenpolitisch musste sich Dschibuti behaupten. Es fungierte als Vermittler beim Konflikt zwischen Äthiopien und Somalia. 2008 kam es jedoch auch Zusammenstößen mit dem Nachbarn Eritrea.

Die Wirtschaft des Landes ist nicht wirklich weit entwickelt. Wegen der Trockenheit ist Landwirtschaft nur eingeschränkt möglich. In den zahlreichen Salzseen wird Salz abgebaut. Gute Chancen könnte Dschibuti durch den Tourismus haben. Hier muss zunächst eine Infrastruktur aufgebaut werden. Vor allem Angel- und Tauchtouristen könnte das Land anziehen.

 

UNESCO-Welterbe in Dschibuti

Aktuell existieren leider keine Welterbe-Stätten in Dschibuti.

 

Beiträge auf H[AGE] zu Dschibuti

Derzeit ist ein Beitrag auf H[AGE] veröffentlicht, in dem Dschibuti genannt wird.

 

Interessante Links zu Dschibuti

 

Aktualisiert ( Mittwoch, 21. Dezember 2011 um 21:18 Uhr )
 

© H[AGE]: Langenwetzendorf (2008 - 2011)