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Volksrepublik China - Länderprofil & UNESCO-Welterbe - Zhōnghuá Rénmín Gònghéguó

World Heritage in Zhōnghuá Rénmín Gònghéguó (Wordle)

Länderprofil Volksrepublik China

Der chinesische Staat heißt offiziell Volksrepublik China. Das Land in Ostasien ist das bevölkerungsreichste Land der Erde und nach Russland, Kanada und den USA flächenmäßig der viertgrößte Staat der Welt.
Obwohl China nach wie vor als Entwicklungsland eingestuft wird, verändert sich das Land rasant seit der wirtschaftlichen Öffnung in Folge der Kulturrevolution. Das Land wird immer mehr zu einer Großmacht. Die wirtschaftliche Dynamik ist immens. International gibt es einige Verwicklungen, da der Staat die sogenannte „Ein-China-Politik“ nach außen vertritt und offiziell anerkannt haben möchte. Mit den westlichen Regierungen gibt es immer wieder Irritationen in der Tibet-Frage.

Die Volksrepublik China hat insgesamt 14 Nachbarstaaten: Vietnam, Laos, Myanmar, Bhutan, Nepal, Indien, Pakistan, Afghanistan, Tadschikistan, Kirgisistan, Kasachstan, Russland, Mongolei und Nordkorea.
Festlandchina hat in etwa die gleiche Fläche wie ganz Europa. Dementsprechend unterscheiden sich die einzelnen Regionen des Landes im Hinblick auf die physische Oberfläche, die klimatischen Bedingungen und damit die Bewohnbarkeit enorm. Beispielsweise gibt es 18 Klimazonen. Landschaftlich hat China eigentlich alles zu bieten: angefangen von Küsten über Tiefländer mit Schwemmebenen und Deltas bis hin zu Hochplateaus, Hochgebirgen, Steppen und Wüsten. Der längste Fluss Chinas ist der Jangtsekiang (kurz Jangtse) mit rund 6300 km. Der höchste Berg ist der Mount Everest mit 8848 m, der sich auf der Grenze zu Nepal befindet.

Die geografische Vielfalt schlägt sich auch in der Vielfalt der Flora und Fauna nieder. Chinas bekanntestes Tier und beinahe Landesmaskottchen ist der bambusfressende Große Panda. Die behäbigen Tiere sind vom Aussterben bedroht. Ein ambitioniertes, nationales Schutzprogramm will die Tierart erhalten und schützen.
China wird häufig von Naturkatastrophen heimgesucht. Die östlichen aber auch die südlichen Provinzen sowie der Himalaya sind häufig von Erdbeben betroffen. Daneben kommt es durch Bodenerosion immer öfter zu Erdrutschen und an den Flüssen Jangtse und Huang He (Gelber Fluss) zu Überschwemmungen. Der Bau des Drei-Schluchten-Damms hat nicht nur die Landschaft verändert und natürliche Lebensräume vernichtet. Das Megaprojekt birgt völlig neue Gefahren für die Umwelt – angefangen von Müllablagerung bis hin zum Dammbruch und damit die Überflutung der flussabwärts liegenden Regionen. An den Küsten Chinas wüten regelmäßig Taifune.

中华人民共和国

Zhōnghuá Rénmín Gònghéguó
Volksrepublik China

Flagge der Volksrepublik China
Wappen der Volksrepublik China
Flagge Wappen
Amtssprache

Hochchinesisch (Mandarin)

Kantonesisch und Englisch beziehungsweise Portugiesisch sind zusammen mit Hochchinesisch Amtssprachen in den Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao.

Hauptstadt Peking (Beijing)
Staatsform Volksrepublik
Regierungsform Autoritäres, sozialistisches Einparteiensystem (KPCh)
Staatsoberhaupt Staatspräsident
Regierungschef Premier des Staatsrates
Fläche 9.571.302 km²
Einwohnerzahl 1.339.724.852
Bevölkerungsdichte 140 Einwohner pro km²
Währung

Renminbi (RMB)
1 Yuan entspricht 10 Jiao

Der Hongkong-Dollar oder Pataca sind die offizielle Währung Hongkongs und Macaos

Gründung 1. Oktober 1949
Nationalhymne Marsch der Freiwilligen
Zeitzone UTC+8 = MEZ+7
Internet-TLD .cn und .中国
Telefonvorwahl +86

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Satellitenaufnahme Volksrepublik Chian

Topografie der Volksrepublik China

China gehört zu den ältesten Zivilisationen und Hochkulturen der Menschheit. Bereits in der Steinzeit vor 500.000 war das Gebiet besiedelt, wie der Fund des Peking-Menschen belegt.
Das Land wurde über viele Jahrtausende von mächtigen Kaiser-Dynastien regiert. Der Kaiser von China hatte eine unvorstellbare Macht und war ein gottgleiches Wesen.

1911 kam das Ende des Kaiserreiches. Der letzte Kaiser Pu Yi war bei seiner Absetzung gerade einmal fünf Jahre alt. 1912 wurde die Republik China ausgerufen. Es drohte allerdings ein Bürgerkrieg, der schließlich in den Wirren der damaligen Zeit auch ausbrach und von 1927 bis 1949 dauerte.
Doch zunächst wurde China 1917 in den Ersten Weltkrieg hineingezogen, in dem es gezwungen wurde, den Deutschland und Österreich-Ungarn den Krieg zu erklären. Damit sicherte sich das Land den Beistand der Alliierten um die japanische Expansion einzudämmen. Dies gelang auch vorläufig. Doch Japan eroberte 1931 die Mandschurei und gründeten den Marionettenstaat Mandschukuo. 1937 wurden die japanischen Eroberungen im zweiten sino-japanischen Krieg fortgesetzt. Der Krieg endete erst 1945 mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Fast zur gleichen Zeit endete auch der chinesische Bürgerkrieg. Die Kommunisten kontrollierten das Festland, die Kuomintang hatten die Insel Taiwan inne. Es kam 1949 zur Gründung der kommunistisch-orientieren Volksrepublik China aber auch zur Gründung der Republik China in Taiwan.

Der Vorsitzende der Volksrepublik China, Mao Zedong, wollte die Industrie- und Landwirtschaftsproduktion mit dem sogenannten Großen Sprung nach vorn verbessern. Es folgte eine chaotische Umstrukturierung, die durch eine große, mehrere Jahre andauernde Dürre in etlichen Landesteilen verschärft wurde. Durch die Hungersnot kamen geschätzte 20 bis 40 Millionen Menschen um. 1966 setzte Mao Zedong zur Kulturrevolution an, die ein Großteil des chinesischen Erbes zerstörte. Tibet wurde annektiert und die dortigen Klöster zerstört. Alles, was nicht dem proletarischen Schema entsprach, wurde unterdrückt, verboten und zerstört.

Nach Maos Tod kam es zu Lockerungen im persönlichen Lebensbereich. So wurde beispielsweise die Zentralverwaltungswirtschaft reformiert und eine sozialistische Marktwirtschaft geschaffen. Sonderwirtschaftszonen lockten ausländische Investoren. Durch diese Reformen gehört Chinas Wirtschaft zu den am schnellsten wachsenden der Welt. Das Land hat aber auch mit der Kehrseite des Aufschwungs zu kämpfen: z. B. Umweltzerstörung, eine wachsende Schere zwischen Arm und Reich, Verstöße gegen die Menschenrechte und Korruption.
1997 wurde das ehemals britische Hongkong zu einer chinesischen Sonderverwaltungszone. 1999 folgte das bis dahin portugiesische Macao dem Beispiel.

Trotz aller Erfolge wird China von westlichen Beobachtern, den Nachbarn wie Japan und den Menschen in Taiwan sowie den Oppositionellen im eigenen Land als autoritäre Diktatur gesehen.

 

UNESCO-Welterbe in der Volksrepublik China

  • UNESCO-Weltkulturerbe

    • Altstadt von Lijiang
    • Altstadt von Pingyao
    • Chinesische Mauer
    • Daoistische Heiligtümer in den Bergen von Wudang Shan
    • Diaolou-Türme und Dörfer in Kaiping
    • Dörfer Xidi und Hongcun
    • Felsbilder von Dazu
    • Fundstätte des Peking-Menschen in Zhoukoudian
    • Grabmal des ersten Kaisers von China Qin Shihuangdi mit seiner Terrakottaarmee
    • Himmelstempel mit kaiserlichem Opferaltar in Peking
    • Historische Denkmäler von Dengfeng
    • Historisches Zentrum von Macao (Aomen)
    • Kaiserliche Grabstätten der Ming- (Ming-Gräber) und Qing-Dynastien
    • Kaiserlicher Garten (Sommerpalast Yíhéyuán) bei Peking
    • Kaiserpaläste der Ming- und der Qing-Dynastien in Beijing (Verbotene Stadt) und Shenyang
    • Klassische Gärten von Suzhou
    • Konfuziustempel, Friedhof und Residenz der Familie Kong in Qufu
    • Kulturlandschaft Westsee bei Hangzhou
    • Longmen-Grotten
    • Mogao-Grotten
    • Potala-Palast, Jokhang-Tempel und Norbulingka-Palast in Lhasa
    • Qingcheng-Gebirge und Bewässerungssystem von Dujiangyan
    • Ruinen und Gräber des antiken Königreiches Koguryo
    • Sommerresidenz und Tempel bei Chengde
    • Tulou-Lehmrundbauten in der Provinz Fujian
    • Xanadu – ehemalige Hauptstadt des Mongolenherrschers Kublai Khan
    • Yin Xu (bei Anyang)
    • Yungang-Grotten ("Wolkengrat-Grotten")
  • UNESCO-Weltnaturerbe

    • Danxia Shan bei Shaoguan
    • Fossilienfundstätte von Chengjiang
    • Kalksinterterassenlandschaft Huanglong
    • Karstlandschaft in Südchina (Steinwald Shilin, Libo in Guizhou und Wulong in Chongqing)
    • Landschaftspark Jiuzhaigou-Tal
    • Landschaftspark Wulingyuan
    • Nationalpark Lushan
    • Nationalpark Sanqing Shan
    • Reservate der Großen Pandas in Sichuan (z. B. Wolong-Naturreservat)
    • Schutzzonen im Gebiet der drei Parallelflüsse Yunnans
  • UNESCO-Weltkulturerbe & Weltnaturerbe

    • Berglandschaft Emei Shan und "Großer Buddha von Leshan"
    • Bergregion Tai Shan
    • Gebirgslandschaft Huang Shan
    • Wuyi-Gebirge
  • UNESCO-Biosphärenreservate

    • Baishuijiang
    • Baotianman
    • Bogeda
    • Changbai-Gebirge
    • Chebaling
    • Dalai Lake
    • Dinghushan
    • Fanjingshan
    • Fenglin
    • Foping
    • Gaoligong-Berge
    • Huanglong
    • Jiuzhaigou
    • Mao'er Gebirge
    • Maolan
    • Nanji Islands
    • Qomolangma
    • Saihan Wula
    • Shankou Mangrove
    • Shennongjia
    • Tianmushan
    • Wolong
    • Wudalianchi
    • Wuyishan
    • Xilin Gol
    • Xingkai-See
    • Xishuangbanna
    • Yading
    • Yancheng
  • Immaterielles Welterbe

    • Die Kunqu-Oper
    • Die Kunst der Guqin-Musik (Solo-Aufführung mit Zither)
    • Die uigurische Musikform Muqam in der chinesischen Region Xinjiang
    • Urtiin Duu – traditionelles mongolisches „Langes Lied“ - gemeinsam mit der Mongolei
  • Weltdokumentenerbe

    • Akten des Großen Sekretariats der Qing (chin. 清朝內閣秘本檔案, Qīngcháo nèigé mìběn dàng’àn), erstes historisches Archiv von China, Palastmuseum, Peking
    • Alte Dongba-Manuskripte der Naxi, Lijiang
    • Archiv der Yangshi Lei-Palastbauten aus der Qing-Dynastie
    • Goldene Listen der Palastprüfungen der Qing-Dynastie (chin. 清朝金榜, Qīngcháo jīn bǎng)
    • Sammlung traditioneller Musik, Institut für Musikforschung, Chinesische Akademie der Künste, Peking

 

Beiträge auf H[AGE] zur Volksrepublik China

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Interessante Links zur Volksrepublik China

 

Aktualisiert ( Mittwoch, 24. Oktober 2012 um 20:50 Uhr )
 

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