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Bulgarien - Länderprofil & UNESCO-Welterbe - Republika Bălgarija

World Heritage in Bulgaria (Wordle)

Länderprofil Bulgarien

Die Republik Bulgarien ist ein südosteuropäischer Staat, der im Norden an Rumänien, im Westen an Serbien und Mazedonien sowie im Süden an Griechenland und die Türkei angrenzt. Das Schwarze Meer bildet im Osten eine natürliche Grenze. Die berühmte Schwarzmeerküste wird auch Goldstrand genannt.
Das Landschaftsbild Bulgariens wird von Tiefebenen dominiert. Sie nehmen zwei Drittel der Landesfläche ein und entstehen durch die Flüsse Donau und Mariza. Dazu wird das Land von zwei großen Gebirgsketten durchzogen: das Balkangebirge und die Rhodopen.

Република България
Republika Balgarija

Republik Bulgarien

Flagge Bulgariens
Wappen Bulgariens
Flagge Wappen
Wahlspruch Съединението прави силата
(In der Einigkeit liegt die Stärke)
Amtssprache Bulgarisch
Hauptstadt Sofia
Staatsform Republik
Staatsoberhaupt Präsident
Regierungschef Ministerpräsident
Fläche 110.994 km²
Einwohnerzahl 7.364.570
Bevölkerungsdichte 66 Einwohner pro km²
Währung Lew (BGN)
Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich am 3. März 1878 erklärt, anerkannt am 22. September 1908
Nationalhymne Mila rodino (bulg. Мила родино, „Liebe Heimat“)
Zeitzone UTC+2 OEZ
UTC+3 OESZ (März bis Oktober)
Kfz-Kennzeichen BG
Internet-TLD .bg
Telefonvorwahl +359

Bulgaria in European Union.svg

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Topografie Bulgariens

Bulgarien war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt. Der Goldschatz der Varna-Kultur gilt als einer der ältesten Schätze der Welt. In der Bronzezeit hatten die indogermanischen Thraker die Hoheit über das Gebiet. Während der griechischen Kolonisation wurden an der Schwarzmeerküste mehrere Stadtstaaten gegründet. Einigen der sogenannten Poleis gelang es, sich als Handelsmächte zu etablieren. Sie konnten sogar anfangs den Römern Paroli bieten. Doch die Römer eroberte das Gebiet des heutigen Bulgariens im Jahre 29 v. Chr. und begannen mit der Romanisierung der Bewohner. Die Stadtstaaten an der Küste und Thrakien wurden Teile des römischen Reiches.

Das erste bulgarische Staatswesen wurde 632 gegründet. In dem Jahr entstand das Großbulgarische Reich. Das Erste Bulgarische Reich wurde 679 gegründet und hielt bis zum Jahr 1018. In seiner Blütephase umfasste dieses Reich fast die gesamte Balkanhalbinsel. Das byzantinische Reich erkannte dieses bulgarische Reich an. Bulgarien war damit der 3. Anerkannte Staat in Europa und einer der wenigen, dem das Oströmische Reich Tribut zahlen musste.

Das Zweite Bulgarische Reich wurde im 12. Jahrhundert errichtet. Doch 1393 fiel ganz Bulgarien unter die osmanische Herrschaft. Die türkischen Besatzer hielten sich fast 500 Jahre. Erst um 1800 regten sich erste Forderungen nach Unabhängigkeit.
1876 schlugen die Türken den April-Aufstand blutig nieder. Die Niederschlagung löste in ganz Europa Empörung aus und führte schließlich zum russisch-türkischen Krieg in den Jahren 1877 bis 1878. Beide Seiten führten diesen Krieg mit außerordentlicher Härte. Die Folge waren massive Verluste. Mit dem Berliner Vertrag wurden 1878 zwei bulgarische Staaten gegründet: Nördlich des Balkangebirges und südlich der Donau entstand das Fürstentum Bulgarien, das dem Osmanischen Reich tributpflichtig war. Südlich des Balkangebirges wurde die osmanische Provinz Ostrumelien gegründet.

Fürst Alexander I. (1879–86) versuchte sich in der Durchsetzung innerer Reformen durchzusetzen. Ihm gelang es immerhin, die zwei bulgarischen Staaten zu vereinigen und Serbien zu besiegen. Alexander wurde allerdings auf Betreiben Russland aus dem Amt geputscht. Es folgten Jahre der kriegerischen Loslösung vom Osmanischen Reich und der Balkankriege. Während der Weltkriege kämpften die Bulgaren an der Seite der Achsenmächte. Jedoch widersetzten sich Königshaus und Bevölkerung erfolgreich der Judendeportation.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges geriet Bulgarien unter sowjetischen Einfluss und wurde Mitglied des Warschauer Paktes. Während dieser Zeit gab es sogar sowjetische Bestrebungen, den Staat Bulgarien aufzulösen und als Sowjetrepublik in die Sowjetunion einzugliedern.

Der politische Umsturz, der die Grundlage für eine Öffnung nach Westen bildete, vollzog sich auf innerparteilichen Druck hin im Jahre 1989. In den ersten freien Wahlen 1990 sprach sich die Mehrheit der Bevölkerung für politische und wirtschaftliche Reformen aus. Seit 2004 ist das Land Mitglied in der NATO und seit 2007 Mitglied in der Europäischen Union.

 

UNESCO-Welterbe in Bulgarien

  • UNESCO-Weltkulturerbe

    • Kirche von Bojana (Sofia)
    • Kloster Rila
    • Thrakergrab von Kasanlak
    • Thrakergrab von Sweschtari
  • UNESCO-Weltnaturerbe

    • Nationalpark Pirin
  • UNESCO-Biosphärenreservat

    • Bajuwi Dupki-Dschindschiriza
    • Bistrischko Branischte
    • Boatin
    • Dschendema
    • Dupkata
    • Kamtschija
    • Kupena
    • Mantariza
    • Parangaliza
    • Srebarna
    • Steneto
    • Tscherwenata Stena
    • Tschuprene
    • Usunbodschak
    • Zaritschina
  • Immaterielles Welterbe

    • Der Bistritsa Babi (Großmütter von Bistritsa) – altertümlicher polyphoner Gesang, Tänze und rituelle Praktiken aus der Shoplouk-Region

 

Beiträge auf H[AGE] zu Bulgarien

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Aktualisiert ( Mittwoch, 21. Dezember 2011 um 07:23 Uhr )
 

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