Zufallskarte

Wollhaarnas...
Image Detail
Valid XHTML 1.0 Strict CSS ist valide!

Bhutan - Länderprofil & UNESCO-Welterbe - Königreich Bhutan (Druk Yul)

World Heritage in Bhutan (Wordle)

Länderprofil Bhutan

Bhutan ist ein unabhängiges Königreich in Südasien. Das Land nennt sich selbst Druk Yul, was übersetzt so viel wie Land des Donnerdrachens bedeutet. Die Nachbarstaaten des Binnenlandes sind Tibet, die Volksrepublik China und Indien.

Bhutan kann in drei Landschaften untergliedert werden: An der indischen Grenze verläuft die Duar-Ebene. Dies ist eine schmale Niederung, die zu den Ausläufern des Ganges-Brahmaputra-Tieflandes gehört. Nördlich der Duar-Ebene steigt das Land steil an. Die Berge des Vorderhimalaya sind das Hauptsiedlungsgebiet. Die Bevölkerung Bhutans lebt dabei auf einer Höhe von 2000 bis 3000 m. An der Grenze zu Tibet gibt es die Hochgebirgsregion Lunana.

Das Klima ist je nach Landstrich sehr unterschiedlich. Im Süden herrscht ein subtropisches bis tropisches Klima vor. Die Täler in Zentralbhutan sind dagegen gemäßigt mit kühlen Wintern und heißen Sommern. Die Winter im Gebirge sind streng, die Sommer recht kühl.
Da ein Großteil der Landesfläche von Wäldern bedeckt ist, sind viele Wälder unberührt. In ihnen finden eine Vielzahl von geschützten, seltenen Tier- und Pflanzenarten eine Heimat. Erst kürzlich wurde entdeckt, dass Tiger in Bhutans Bergen bis auf eine Höhe von über 4000 m leben.

Staatsbezeichnung in tibetischer Schrift
Druk Yul

Königreich Bhutan

Flagge Bhutans
Wappen Bhutans
Flagge Wappen
Wahlspruch Eine Nation, ein Volk
Amtssprache Dzongkha
Hauptstadt Thimphu
Staatsform Konstitutionelle Monarchie
Staatsoberhaupt König
Regierungschef Ministerpräsident
Fläche 38.394 km²
Einwohnerzahl 691.141
Bevölkerungsdichte 17,81 Einwohner pro km²
Währung 1 Ngultrum = 100 Chhertum
1 Indische Rupie = 100 Paise
Unabhängigkeit anerkannt von Indien am 8. August 1949
Nationalhymne Gyelpoi tenzhu
Nationalfeiertag 17. Dezember
Zeitzone UTC + 6 h
Kfz-Kennzeichen BHT
Internet-TLD .bt
Telefonvorwahl + 975

Bhutan in Asia (-mini map -rivers).svg

Bhutan CIA WFB 2010 map.png

Die ursprünglichen Bewohner des Landes waren die Thepu. Über sie ist nicht viel bekannt. Belegt ist allerdings, dass im 8. Jahrhundert nach Chr. indische Missionare den Buddhismus nach Bhutan brachten. Bis dato gab es ein hinduistisches Feudalfürstentum, das aber im folgenden Jahrhundert unter tibetische Herrschaft geriet. Die indisch-hinduistischen Einflüsse wurden mit aller Macht beseitigt. Der Buddhismus in Form des tibetischen Lamaismus wurde im 12. Jahrhundert Staatsreligion. Es entstanden zu dieser Zeit viele Klöster, die sich zu Stützen der feudalen Gesellschaft entwickelten. Die Thepu mischten sich mit den Tibetern. Daraus entwickelte sich letztlich das Volk der Bhotija.

1772 begann Grenzkonflikt mit der britischen Ostindien-Kompanie, der fast 100 Jahre dauern sollte. Erst 1910 erkannte Großbritannien formell die Unabhängigkeit Bhutans an. Es behielt sich allerdings die Kontrolle der Außenpolitik vor.
Seit 1949 gibt es einen Freundschaftsvertrag zwischen Indien und Bhutan. Laut Vertrag nimmt Indien die außenpolitischen Beziehungen Bhutans war und leistet Wirtschaftshilfe beim Bau von Straßen und Kraftwerken. Mit der Aufnahme in die UNO erlangte Bhutan 1971 auch die völkerrechtliche Anerkennung. 2008 überraschte der König mit der Verkündung, dass er die Einführung einer Verfassung beabsichtigt und das Ziel verfolgt, Bhutan zu einer demokratisch-konstitutionellen Monarchie zu machen.

Bhutans wirtschaftliche Haltung ist einzigartig in der Welt. Es werden nämlich alle wirtschaftlichen Interessen des Landes dem Umwelt- und Naturschutz untergeordnet. Deswegen verfügt Bhutan über eine Naturbelassenheit, die man heutzutage im Vergleich zur Landesgröße auf der Erde nicht noch einmal findet. Neben Ecuador ist Bhutan eines der wenigen Länder, die ein nicht wachstumsorientiertes Wirtschaftsmodell explizit in der Landesverfassung verankerten.

Die Landwirtschaft ist eine wichtige Säule der Wirtschaft. Der Schwerpunkt der landwirtschaftlichen Produktion liegt im Süden des Landes. Hier verursachte allerdings die Flucht und Vertreibung von mehr als 100.000 nepalesischen Bhutanern in den Jahren 1990/1991 einen Einbruch in der Reisproduktion.
Bhutan öffnet sich immer mehr für Touristen. Das Land setzt dabei definitiv nicht auf Massentourismus. So müssen Individualtouristen eine Reisepauschale von 240 US-Dollar pro Tag entrichten. Es handelt sich dabei um eine tägliche Mindestumtauschrate, mit der Unterkunft, Verpflegung, Reiseführer usw. bezahlt werden können.

 

UNESCO-Welterbe in Bhutan

  • Immaterielles Welterbe

    • Der „Maskentanz der Trommeln“ von Drametse

 

Beiträge auf H[AGE] zu Bhutan

Derzeit ist 1 Beitrag auf H[AGE] veröffentlicht, in dem Bhutan erwähnt wird.

 

Interessante Links zu Bhutan

 

Aktualisiert ( Dienstag, 20. Dezember 2011 um 07:14 Uhr )
 

© H[AGE]: Langenwetzendorf (2008 - 2011)