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Afghanistan - Länderprofil & UNESCO-Welterbe - Islamische Republik Afghanistan

World Heritage in Afghanistan (Wordle)

Länderprofil Afghanistan

Der offizielle Name Afghanistans lautet Islamische Republik Afghanistan. Der Name Afghanistan heißt übersetzt nichts anderes als Land der Afghanen. Es handelt sich hierbei um einen Binnenstaat in Südasien, dessen Nachbarländer Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan, die Volksrepublik China und Pakistan sind. Damit liegt das Land genau an der Schnittstelle zwischen Südasien und Zentralasien.

Drei Viertel des Landes besteht aus schwer zugänglichen Gebirgsregionen. Nur im Norden liegen Ebenen am Amudarja. Im Südwesten gibt es kleinere wüstenartige Becken. Den Nordosten des Landes durchzieht der Hindukusch. Die Landschaften zwischen der Hauptstadt Kabul und dem Khaiberpass sind das politische und wirtschaftliche Kernland. Eine weitere wichtige Stadt ist Herat im Westen. Das südliche und südwestliche Afghanistan besteht fast ausschließlich aus Wüsten und Halbwüsten.

جمهوری اسلامی افغانستان
Jomhūrī-ye Eslāmī-ye Afġānistān (Dari)
د افغانستان اسلامي جمهوریت
Da Afġānistān Islāmī Jomhoriyat (Paschtu)

Islamische Republik Afghanistan

Flagge Afghanistans
Wappen Afghanistans
Flagge Wappen
Amtssprache Dari (Persisch) und Paschtu
Hauptstadt Kabul
Staatsform Islamische Republik
Regierungsform Präsidentielles Regierungssystem
Staatsoberhaupt und Regierungschef Präsident
Fläche 652.230 km²
Einwohnerzahl 29,8 Mio.
Bevölkerungsdichte 45,7 Einwohner pro km²
Währung 1 Afghani = 100 Puls
Gründung 1747 (Entstehung des Durrani-Reichs, dem Vorgängerstaats des modernen Afghanistan)
Unabhängigkeit 19. August 1919 (formal vom vereinigten Königreich, faktisch nie kolonisiert)
Nationalhymne Milli Tharana
Zeitzone UTC+4:30
Kfz-Kennzeichen AFG
Internet-TLD .af
Telefonvorwahl +93

Afghanistan in its region.svg

Afghanistan physisch.png

In der Antike gehörte das Gebiet des heutigen afghanischen Staatsterritoriums mit zum Perserreich. Danach geriet es unter den Einfluss von wechselnden Herrschern. Die Geschichte des Landes ist jedoch untrennbar mit der Geschichte der Paschtunen verbunden. Sie führten viele Aufstände gegen die jeweiligen Herrscher an. 1747 begründete der Paschtune Ahmad Schah Durrani ein selbstständiges, paschtunisches Königreich im Osten. Es wird als Vorgänger des modernen afghanischen Staates angesehen. Doch bereits wenig später geriet das Land in den Einflussbereich des expandierenden britischen Kolonialreiches. Bald kollidierten in Afghanistan russische und britische Expansionsinteressen. Es folgte eine Reihe von Kriegen. Diese führten schließlich dazu, dass 1919 Afghanistan von Großbritannien als unabhängiger und souveräner Staat anerkannt wurde. Seit 1933 bestand ein konstitutionelles Königreich. Dieses wurde 1973 gestürzt und eine Republik ausgerufen. Die Demokratische Volksrepublik Afghanistan war sozialistisch geprägt. Mit Hilfe sowjetischer Truppen sollte die Gesellschaft umgestaltet werden. In einigen Regionen stieß dieser Wandel auf gewaltsamen Widerstand. Dieser wiederum hatte zur Folge, dass sowjetische Truppen im Land einmarschierten. Seit 1979 gab es einen Bürgerkrieg, der sich zu einem Stellvertreterkrieg entwickelte.

Wegen seiner strategischen Lage ist Afghanistan ein Land, um das seit Jahrzehnten Krieg geführt wird. In den 1990er Jahre finanzierten die USA und Saudi-Arabien die Mudschaheddin, die gegen die von der Sowjetunion unterstützte Regierung kämpften. Nachdem die Regierung 1992 gestürzt war, versuchte man das Land aufzuteilen. Dies scheiterte jedoch an Rivalitäten zwischen den Stämmen und bot den islamischen Fundamentalisten der Taliban die Chance zum Aufstieg an die Macht. Sie setzten einen radikalen islamischen Gottesstaat durch, in dem die Scharia die Gesetzesgrundlage war. Die Taliban boten den Mitgliedern der Terrororganisation Al-Quaida Unterschlupf. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2011 wurde das Taliban-Regime im Krieg gegen den Terror gestürzt. Seit 2004 ist das Land eine Islamische Republik, die aber nach wie vor mit großen innenpolitischen Problemen zu kämpfen hat. Nach wie vor ist die Sicherheitslage schwierig. Ausländische Truppen sollen diese zwar sichern, doch erstarken die Taliban erneut und bekämpfen die Truppen, die sie als Besatzer ansehen.

Nach so langer Zeit im Kriegszustand ist das Land und die Infrastruktur fast vollständig zerstört. Mit Hilfe der Landwirtschaft versucht die Bevölkerung zu überleben. Allerdings lassen Waldrodungen, Überweidungen und ein Absinken des Grundwassers die landwirtschaftlich-nutzbaren Flächen immer weiter zurückgehen. Die Versorgung des Landes wird dadurch immer schwieriger. Auf geeigneten Flächen wird noch dazu Opium angebaut. Afghanistan ist der weltweit größte Produzent des Rauschmittels.

Jedoch ist Afghanistan reich an Bodenschätzen. So gibt es Eisen- und Kupfererz, Kohle, Halbedelsteine (Lapislazuli) und Erdöl aber auch Niob, Kobalt, Gold, Molybdän und seltene Erden. Allein der Wert der jüngst entdeckten Rohstoffvorkommen wird auf über 1 Billion US-Dollar geschätzt.
Da Afghanistan viele Kulturschätze besitzt, könnte auch der Tourismus ein wichtiges Standbein werden. Allerdings sind Reisen innerhalb des Landes sehr gefährlich. Außerdem wurden viele Stätten geplündert oder zerstört. Ein trauriges Beispiel sind die gesprengten Buddha-Statuen von Bamiyan.

 

UNESCO-Welterbe in Afghanistan

  • UNESCO-Weltkulturerbe

    • Kulturlandschaft und archäologische Stätten des Bamiyan-Tals (Buddha-Statuen von Bamiyan)
    • Minarett und archäologische Funde von Jam

 

Beiträge auf H[AGE] zu Afghanistan

Derzeit sind zwei Beiträge auf H[AGE] veröffentlicht, in denen Afghanistan erwähnt wird.

 

Interessante Links zu Afghanistan

 

Aktualisiert ( Montag, 19. Dezember 2011 um 21:17 Uhr )
 

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